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Zitronenmelisse
Melissa officinalis - Labiatae

Familie: Lippenblütengewächse

Der Name Zitronenmelisse, bedeutet soviel wie: eine Pflanze, die den Bienen Honig spendet. Bekannt ist die Zitronenmelisse, oder auch einfach nur Melisse genannt (beides ist dasselbe!), während andere wegen ihres zitronigen Geschmacks den gleichen Namen tragen. Aufgrund ihres erfrischenden Aromas sind alle Melissen als Kräu­tertee zu gebrauchen.

Zitronenmelisse ist weniger ein Gewürz als ein Heilkraut, das früher viel gegen Verdauungsstörungen und besonders bei nervöser Schlaflosigkeit verwendet wurde. Sie ist allerdings auch als Gewürz von Nutzen, da ihr frisches und reines Zitronenaroma sie zu einem perfekten Ersatz für Zitronengras oder (getrocknet) auch für Sassafras macht.

Sorten:
Kleinblättrige, aufrechte, grossblättrige und niederliegende Sorten.
Die aufrechte Sorte ist im l. Anbaujahr wüchsiger und bildet mehr Stängel, ist aber frostempfindlicher. Die niederliegende Form ist widerstandsfähiger, ab dem 2. Jahr blattreicher, aromatischer aber schwerer zu ernten.

Aussaat:
Gesät wird von Mitte bis Ende April oder aber von Anfang August bis Mitte September direkt im Freiland. Reihenabstand 40 cm, Aussaatmenge 50 Korn pro laufenden Meter.

Standort und Pflege:
Zitronenmelisse liebt einen lockeren, gedüngten, humosen und sandigen Lehmboden. Sie sollte in sonnigen, nicht zu trockenen und vor Wind geschützten Lagen stehen. Da Zitronenmelisse ein Lichtkeimer ist, darf der Samen nicht mit Erde bedeckt werden. Während der Keimung sollte der Samen immer gut feucht gehalten werden. Da die Zitronenmelisse sehr wärmebedürftig ist, dauert die Keimzeit ziemlich lange (21—28 Tage). Werden die Pflanzen im Gewächshaus vorgezogen, dauert es bis zur Keimung nur ca 14 Tage. Sind die Pflanzen aufgelaufen, werden sie auf 30 cm in der Reihe vereinzelt. Nach dem ersten Schnitt der jungen Triebspitzen gibt man am besten eine Stickstoffkopfdüngung. Um die Zitronenmelisse in rauhen Lagen vor Frost zu schützen, ist eine Reisigabdeckung empfehlenswert.

Ernte:
Geerntet werden die jungen Blätter und Triebspitzen kurz vor der Blüte, am besten in den frühen Nachmittagsstunden, denn dann ist der Anteil an ätherischen Ölen am höchsten.

Verwendung:
Zitronenmelisse gehört zu den wichtigsten Kräutern in grünen Salaten, passt zu Kräutersuppen und Sossen, Obstsuppen, Hülsenfrüchten, zu eingelegten Gurken, Kräuteressig, Kräuterbutter, Mayonnaisen und Quark, aber auch zu Bowle und Kräuterlikör sowie zu Wild- und Pilzgerichten, gebratenem und gekochtem Fisch. In der Küche wird Zitronenmelisse immer frisch verwandt, darf aber nicht mitgekocht werden.


© Lea  2026