Bärlauch
Allium ursinum
Familie: Lauchgewächse
Der feine Geschmack des Bärlauchs liegt in seiner Art, aber auch daran, dass er im Gegensatz zu seinen Geschwistern, Knoblauch, Zwiebel, Schnittlauch, feuchte Standorte bevorzugt. Leidet Bärlauch unter Trockenheit, schmecken auch seine Blätter scharf. Da er jedoch die Frühjahrsfeuchte ausnutzt und schon zeitig im Jahr aus dem Boden kriecht, gedeiht Bärlauch selbst in sommertrockenen Gebieten.
Nutzen:
Fördert die Verdauungssaftabsonderung in Magen, Darm und Leber.
Aussaat:
Von Sommer bis Frühherbst 1–2 cm tief ins Beet oder in Gefässe; diese im Freien aufstellen. Frischer Samen benötigt zunächst Wärme, damit die Embryonen ausreifen, anschliessend Kälte, um die Keimruhe zu brechen. Er keimt deshalb erst im folgenden Frühjahr.
Standort und Pflege:
Liebt feuchte, lehmig-humose, kalkhaltige Böden und lichten Schatten unter Bäumen, Hecken, Beerenobst. Nur bei ausreichender Feuchtigkeit, an einem Bachlauf oder Teichrand, wird volle Sonne vertragen. So lange die Pflanzen die Fläche noch nicht bedecken, ab und zu jäten; bei Trockenheit während der Wachstumszeit giessen. Nicht düngen! Im Herbst mit Laub mulchen.
Ernte:
Blätter, Blüten, Zwiebeln als Gemüse von Februar bis Mai; die Zwiebeln zu Heilzwecken (Erkältungen) im Sommer und Herbst. Erste Ernte frühestens drei Jahre nach der Aussaat möglich.
Verwendung:
Vielseitig verwendbar, als Brotbelag, Suppe, Auflauf, Salat, in Pfannkuchen, Nudeln, Quark, Jogurt, Öl, Essig.